WalletConnect in OKX Wallet: Sicher mit DApps interagieren ohne private Keys preiszugeben

Ein Nutzer möchte ein Liquiditätsprotokoll auf Ethereum nutzen, ein NFT auf Solana kaufen und gleichzeitig sein Vermögen in mehreren Blockchains verwalten. Die naheliegende Lösung ist, sich direkt auf jeder Plattform anzumelden. Aber das bedeutet, private Keys einem Website-Formular anzuvertrauen oder einer Anwendung Zugriff auf die Wallet-Daten zu gewähren. WalletConnect als offener Standard ändert diesen Ansatz grundlegend: Die dezentrale Anwendung erhält Zugriff auf eine Transaktionssignatur, nicht auf den privaten Schlüssel selbst. OKX Web3 Wallet implementiert WalletConnect als zentrale Komponente dieses Sicherheitsmodells.

Die technische Frage ist nicht, ob eine Wallet-Integration möglich ist. Das ist sie. Die wesentliche Frage ist, welche Kontrolle und welche Transparenz ein Standard bietet. WalletConnect trennt die Verwaltung des privaten Schlüssels von der Genehmigung einzelner Aktionen strikt voneinander. Eine dezentrale Wallet speichert den Schlüssel lokal auf dem Gerät des Nutzers. Die Web3 App versendet nur einen Genehmigungsantrag. Der Nutzer behält das letzte Wort über jede Transaktion, die mit seinem Vermögen vorgenommen wird.

WalletConnect-Architektur zeigt die Kommunikation zwischen dezentraler Wallet und DApp über sichere Verbindungskanäle, ohne dass private Keys übertragen werden

Der WalletConnect-Standard und seine Grundprinzipien

WalletConnect ist ein offenes Kommunikationsprotokoll, das eine Verbindung zwischen einer Wallet-Anwendung und einer dezentralisierten Anwendung (DApp) herstellt, ohne dass sensible Daten wie private Keys ausgetauscht werden. Der Standard funktioniert auf Basis einer QR-Code-Verknüpfung oder einer URI, die die Wallet und die DApp miteinander verbinden. Diese Verbindung ist verschlüsselt, so dass nur die beiden Endpunkte die Kommunikation lesen können. Eine DApp auf einem Desktop-Browser kann eine sichere Sitzung mit der mobilen Wallet initiieren, ohne dass irgendwelche Authentifizierungsdaten direkt übertragen werden müssen.

Die technische Architektur von WalletConnect beruht auf vier Komponenten: dem Wallet, der dezentralisierten Anwendung, den verschlüsselten Relays und dem Sitzungsschlüssel. Der Wallet speichert den privaten Schlüssel und signiert Transaktionen lokal. Die DApp stellt Anfragen und zeigt die Ergebnisse an. Die Relays sind neutrale Server, die Nachrichten weitergeben, ohne sie zu entschlüsseln oder zu manipulieren. Der Sitzungsschlüssel ist ein temporärer Schlüssel, der speziell für diese Verbindung generiert wird und nach Beendigung der Sitzung keine weitere Gültigkeit hat.

OKX Web3 Wallet integriert WalletConnect v2, den aktuellen Standard, der schneller, zuverlässiger und flexibler ist als die ursprüngliche Version. Die Wallet kann sowohl als Initiator einer Verbindung fungieren (wenn der Nutzer den QR-Code scannt) als auch als Empfänger, wenn eine DApp eine Verbindungsanfrage sendet. Der Nutzer hat während des gesamten Prozesses die Kontrolle: Er sieht, welche DApp sich verbinden möchte, welche Berechtigungen sie anfordert, und kann die Verbindung jederzeit unterbrechen.

Ein häufiges Missverständnis ist, dass WalletConnect die DApp „vertraut”. Das ist nicht korrekt. Der Standard erlaubt es dem Nutzer, zu sehen, was die DApp tun möchte, bevor ein Zugriff gewährt wird. Die Wallet signiert nur die Transaktionen, die der Nutzer explizit genehmigt hat. Wenn eine DApp versucht, mehr Genehmigungen einzufordern als vorgesehen, oder wenn sie eine Transaktion ohne Genehmigung durchführen möchte, gibt es keinen unsichtbaren Weg, das zu tun. Der private Schlüssel verlässt niemals das Gerät des Nutzers.

Wie WalletConnect in OKX Web3 Wallet funktioniert

Der praktische Ablauf beginnt damit, dass ein Nutzer OKX Web3 Wallet öffnet und eine dezentrale Anwendung besucht, die WalletConnect unterstützt. Diese DApp zeigt einen Button an, der in etwa „Wallet verbinden” heißt. Der Nutzer klickt darauf und sieht entweder eine Liste verfügbarer Wallets oder einen QR-Code. Wenn die OKX Wallet auf demselben Gerät installiert ist (beispielsweise auf einem iPhone und einem Desktop-Browser), kann der Nutzer OKX auswählen. Die Wallet öffnet sich automatisch und zeigt eine Genehmigungsaufforderung an.

Diese Aufforderung ist das Herzstück des Sicherheitsmodells. Sie zeigt dem Nutzer, welche Blockchain, welches Netzwerk und welche Account-Adressen die DApp verwenden darf. In manchen Fällen fragt die DApp auch nach spezifischen Berechtigungen, etwa um eine Token-Zulassung zu geben oder um wiederholte Transaktionen durchzuführen. Der Nutzer kann diese Details überprüfen, bevor er auf „Genehmigen” klickt. Wenn etwas verdächtig aussieht – etwa ein unbekanntes Token-Contract oder eine Genehmigung für einen unwahrscheinlich hohen Betrag – kann der Nutzer die Verbindung ablehnen.

Nachdem die Verbindung hergestellt wurde, zeigt die DApp die Account-Adressen und die verfügbaren Token an. Wenn der Nutzer eine Transaktion durchführen möchte – beispielsweise Liquidität in einem DeFi-Protokoll bereitzustellen oder einen NFT zu kaufen – sendet die DApp eine Transaktionsanfrage an die Wallet. Diese Anfrage enthält alle wichtigen Daten: den Empfänger, den Betrag, die Gasgebühren und eine Zusammenfassung der Aktion. Die Wallet zeigt diese Informationen an, und der Nutzer muss sie explizit genehmigen, bevor sie signiert und ins Netzwerk gesendet wird.

Dieser Prozess wiederholt sich für jede Transaktion. Eine Genehmigung einer Wallet-Verbindung bedeutet nicht, dass alle zukünftigen Transaktionen automatisch durchgeführt werden. Die DApp kann eine unbegrenzte Zulassung für ein Token anfordern (um künftige Transaktionen schneller zu machen), aber der Nutzer muss diese Zulassung aktiv gewähren. Wenn eine DApp später versucht, eine Transaktion ohne eine entsprechende Genehmigung durchzuführen, wird diese abgelehnt. Der private Schlüssel ist nie in Gefahr, und der Nutzer behält die Kontrolle über sein Vermögen.

Sicherheitsvorteile gegenüber traditionellen Anmeldeverfahren

Viele Website-Plattformen bieten eine Anmeldung mit „E-Mail und Passwort” oder eine Social-Media-Integration an. Einige Websites bitten Nutzer, ihren privaten Schlüssel direkt in ein Formularfeld einzugeben. Diese Praktiken sind aus mehreren Gründen problematisch. Ein privater Schlüssel, der in eine Website eingegeben wird, wird über HTTPS übertragen und auf den Servern des Website-Betreibers gespeichert. Wenn dieser Server kompromittiert wird, können Angreifer alle privaten Schlüssel stehlen. Wenn die Website gehackt wird oder der Betreiber bösartig ist, können Vermögenswerte gestohlen werden. Es gibt keinen Weg, einen einmal offengelegten Schlüssel sicher zu machen.

WalletConnect vermeidet dieses Szenario vollständig. Der private Schlüssel wird niemals in eine Website eingegeben, nie über das Internet übertragen und nie auf fremden Servern gespeichert. Nur eine digitale Signatur wird für jede Transaktion erzeugt und an die DApp zurückgesendet. Eine Signatur beweist, dass der Inhaber des privaten Schlüssels die Transaktion genehmigt hat, ohne dass der Schlüssel selbst preisgegeben wird. Wenn eine DApp kompromittiert wird, können Angreifer nur Transaktionen erkennen, die der Nutzer genehmigt hat. Sie können keine neuen Transaktionen durchführen, ohne dass die Wallet zustimmt.

Ein weiterer Sicherheitsvorteil ist die Transaktionsvisibilität. Wenn ein Nutzer eine Aktion auf einer DApp durchführt, signiert die Wallet die Transaktionsdaten lokal und zeigt dem Nutzer, was signiert wird. Dies bedeutet, dass der Nutzer sieht, an welche Adresse die Fonds gehen, wie viele Gebühren anfallen und was die Transaktion bewirkt. Eine bösartige DApp kann versuchen, den Nutzer zu täuschen (beispielsweise mit einer verwirrenden Benutzeroberfläche oder mit versteckten Kosten), aber sie kann die Wallet nicht dazu zwingen, etwas anderes zu signieren als das, was der Nutzer genehmigt hat. Die Blockchain selbst wird zur Schiedsrichter.

Besonders wichtig ist die Isolierung von Sitzungen. Jede WalletConnect-Verbindung ist eine separate Sitzung mit eigenen Verschlüsselungsschlüsseln. Wenn ein Nutzer die Verbindung zu einer DApp beendet, können neue Anfragen nicht ohne ein neues Genehmigungsverhältnis durchgeführt werden. Dies verhindert, dass eine DApp, auf die der Nutzer nicht mehr zugreift, weiterhin Anfragen an die Wallet senden kann. Ein vergessenes Browser-Tab mit einer kompromittierten DApp kann nicht zu neuen Transaktionen führen, ohne dass der Nutzer es bemerkt.

Multi-Chain-Sicherheit und Netzwerk-Verwechslungen

OKX Web3 Wallet unterstützt über 130 Blockchains, darunter Bitcoin, Ethereum, Solana und Sui. Jede Blockchain hat eine unterschiedliche Adressformat, unterschiedliche Gebührenstrukturen und unterschiedliche Transaktionsstandards. Eine häufige Sicherheitsfalle ist, dass ein Nutzer Fonds an die falsche Blockchain sendet. Beispielsweise kann eine Adresse, die mit einem Ethereum-Wallet beginnt, auf einem anderen EVM-kompatiblen Netzwerk (wie Polygon oder Arbitrum) korrekt aussehen, aber die Fonds führen zu unterschiedlichen Wallets, weil die privaten Schlüssel netzwerkabhängig sind.

WalletConnect hilft, dieses Problem zu mildern, indem die DApp anfordern muss, auf welcher Blockchain die Transaktion durchgeführt werden soll. Wenn die OKX Wallet v2 eine Verbindungsanfrage erhält, zeigt sie an, welches Netzwerk die DApp verwenden möchte. Der Nutzer kann ablehnen, wenn das Netzwerk nicht stimmt. Wenn die DApp später eine Transaktion auf dem falschen Netzwerk durchführen möchte, zeigt die Wallet eine Warnung an oder fragt den Nutzer, das Netzwerk zu wechseln. Dies ist eine zusätzliche Kontrollmöglichkeit, die ein einfaches Passwort-Login nicht bietet.

Dennoch bleibt die Verantwortung beim Nutzer. Wenn ein Nutzer den QR-Code einer bösartigen Website scannt oder eine gefälschte DApp verbindet, kann WalletConnect nicht verhindern, dass die Transaktion auf dem falschen Netzwerk durchgeführt wird. Die Wallet zeigt die Informationen an, aber sie vertraut dem Nutzer, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dies ist ein grundlegendes Design-Merkmal: Die Wallet schützt vor technischen Angriffen, nicht vor Social Engineering. Ein Nutzer muss selbst überprüfen, dass er sich auf der korrekten Dapp verbindet, bevor er sensible Transaktionen genehmigt.

Ein praktisches Beispiel: Ein Nutzer möchte Token auf Solana in einem DeFi-Protokoll staken. Die DApp sendet eine WalletConnect-Anfrage mit dem Solana-Netzwerk. Die OKX Wallet zeigt an, dass die DApp auf Solana zugreifen möchte, und listet die Solana-Adressen des Nutzers auf. Der Nutzer sieht, dass die richtige Adresse ausgewählt ist. Wenn eine bösartige DApp versucht, auf Ethereum-Adressen des gleichen Nutzers zuzugreifen, kann die OKX Wallet dies erkennen und fragen, ob das Netzwerk gewechselt werden soll. Der Nutzer kann nein sagen und die Verbindung beenden.

Auto-Confirm und intelligente Verträge

Die Auto-Confirm-Funktion in OKX Web3 Wallet ist ein fortgeschrittenes Feature, das die Benutzerfreundlichkeit verbessert, aber auch zusätzliche Überlegungen erfordert. Auto-Confirm erlaubt es dem Nutzer, vordefinierte Transaktionen automatisch zu signieren, ohne dass bei jeder Aktion ein Genehmigungsdialog angezeigt wird. Dies ist nützlich für häufige Vorgänge wie wiederholte Smart-Contract-Interaktionen oder automatisierte DeFi-Strategien.

Das Sicherheitsmodell funktioniert jedoch weiterhin: Der Nutzer wählt vor der Aktivierung von Auto-Confirm explizit aus, welche Arten von Transaktionen automatisch genehmigt werden sollen. Er legt Limits fest, beispielsweise einen maximalen Token-Betrag pro Transaktion oder einen maximalen Tageslimit. Die Wallet überwacht diese Limits und lehnt Transaktionen ab, die sie überschreiten. Diese Grenzen sind eine wichtige Schutzschicht. Wenn eine DApp oder ein kompromittiertes Smart Contract versucht, mehr Token zu transferieren als das gesetzte Limit, wird die Transaktion blockiert.

Smart Accounts in OKX Wallet gehen noch einen Schritt weiter. Ein Smart Account ist ein Vertrag, der auf einer Blockchain lebt und komplexere Sicherheitsregeln implementieren kann als ein einfaches privates Schlüssel-Modell. Beispielsweise kann ein Smart Account eine Genehmigungsmultisignatur erfordern, bevor große Beträge transferiert werden. Es kann auch zeitbasierte Sperren einführen, die verhindern, dass Gelder sofort bewegt werden. WalletConnect funktioniert mit Smart Accounts, aber die Sicherheitsannahmen sind unterschiedlich. Ein Nutzer mit einem Smart Account muss verstehen, welche Regeln sein Account durchsetzt und welche Lücken möglicherweise noch bestehen.

Eine wichtige Unterscheidung: Auto-Confirm und Smart Accounts reduzieren nicht die Notwendigkeit von Vorsicht. Sie sind Werkzeuge, die ein Nutzer konfigurieren kann, um seine Sicherheit und Bequemlichkeit zu verbessern. Ein Nutzer, der Auto-Confirm mit einem sehr hohen Limit aktiviert oder einen Smart Account mit minimalen Kontrollen einsetzt, hat sich bewusst für Bequemlichkeit auf Kosten der Sicherheit entschieden. WalletConnect als Protokoll schützt davor, dass DApps ohne Genehmigung agieren; es schützt nicht davor, dass ein Nutzer sich selbst zu großzügige Regeln setzt.

Hardwarewallets und erweiterte Sicherheit

OKX Web3 Wallet kann mit Hardware-Wallets wie Ledger verbunden werden. Ein Hardware-Wallet ist ein spezialisiertes Gerät, das private Schlüssel offline speichert und Transaktionen signiert, ohne den Schlüssel an einen Computer übertragen zu müssen. Wenn die OKX Wallet mit einem Ledger-Gerät verbunden ist, fungiert die Wallet als Schnittstelle für die Verwaltung von Adressen und die Initiierung von Transaktionen, während das Hardware-Wallet der Kontrollpunkt für die Signatur bleibt.

WalletConnect unterstützt dieses Modell. Wenn eine DApp eine Transaktion anfordert, zeigt die OKX Wallet die Anfrage an und leitet sie dann an das Ledger-Gerät weiter. Das Gerät zeigt die Transaktionsdetails auf seinem kleinen Bildschirm an und fordert den Nutzer auf, eine Schaltfläche zu drücken, um zu bestätigen. Dies bedeutet, dass die Transaktion doppelt überprüft wird: einmal von der OKX Wallet auf dem Computer oder Telefon des Nutzers und einmal auf dem Hardware-Wallet selbst. Eine DApp, die versucht, eine Transaktion zu manipulieren, müsste beide Geräte gleichzeitig kompromittieren, was praktisch unmöglich ist.

Der Nachteil dieser zusätzlichen Sicherheit ist die Geschwindigkeit. Eine Hardware-Wallet-Verbindung erfordert physische Bestätigungen, was bedeutet, dass häufige Transaktionen langsamer werden. Dies ist jedoch oft ein bewusster Kompromiss: Nutzer mit größeren Vermögen opfern gerne etwas Geschwindigkeit für die zusätzliche Sicherheit einer Hardware-Wallet. Für tägliche, kleinere Transaktionen kann ein Nutzer die OKX Wallet auf einem Telefon mit lokal gespeicherten privaten Schlüsseln verwenden. Für größere oder weniger häufige Transaktionen kann er die Hardware-Wallet verbinden.

Eine häufige Missverständnis ist, dass eine Hardware-Wallet das Problem komplett löst. Das stimmt nicht ganz. Ein Nutzer kann immer noch von einer bösartigen DApp getäuscht werden, die auf seinem Computer oder Telefon läuft. Wenn eine DApp fälschlich angibt, dass ein Token für 100 Dollar verkauft wird, aber die Wallet zeigt an, dass es nur 10 Dollar sind, wird ein unaufmerksamer Nutzer möglicherweise trotzdem bestätigen. Die Hardware-Wallet zeigt die gleichen Informationen wie die OKX Wallet an. Sie können gemeinsam irreführend sein, wenn die zugrunde liegenden Daten falsch sind. Die Hardware-Wallet schützt vor Diebstahl des privaten Schlüssels; sie schützt nicht vor schlechten Entscheidungen des Nutzers.

Allgemeine Risiken und Grenzen von WalletConnect

WalletConnect ist ein großer Fortschritt gegenüber der Praxis, private Schlüssel in Websites einzugeben. Es bietet jedoch keine Sicherheit gegen alle Angriffe. Eine bösartige DApp kann immer noch versuchen, einen Nutzer zu täuschen, indem sie irreführende Benutzeroberflächen zeigt, versteckte Gebühren einführt oder falsche Zusammenfassungen der Transaktionsergebnisse anzeigt. Die Wallet signiert nur das, was sie sieht; es versteht nicht unbedingt die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Signatur.

Ein zweites Risiko ist eine Kompromittierung des Geräts selbst. Wenn ein Nutzer einen Computer mit Malware oder einen Telefon mit bösartigen Apps verwendet, kann ein Angreifer versuchen, WalletConnect-Sitzungen abzufangen oder zu manipulieren. Die Verschlüsselung schützt die Kommunikation zwischen Wallet und DApp, aber sie schützt nicht vor einem Angreifer, der direkt auf das Gerät des Nutzers zugreift. Ein starkes Betriebssystem-Passwort, die Deaktivierung von externen Inputs und die Vermeidung von nicht vertrauenswürdiger Software sind notwendig.

Ein drittes Risiko ist die Abhängigkeit von Relay-Servern. WalletConnect v2 verwendet dezentralisierte Relays, um Nachrichten zwischen Wallet und DApp zu übertragen. Diese Relays sind verschlüsselt und können die Nachrichten nicht lesen. Sie könnten jedoch versuchen, Verbindungen zu stören oder die IP-Adressen zu protokollieren, von denen Anfragen kommen. Für Nutzer, die besonderen Wert auf Datenschutz legen, könnte dies ein Problem darstellen. Die Verwendung eines VPN bei der Verbindung mit DApps über WalletConnect kann dieses Risiko verringern.

Ein viertes Risiko ist die Verwechslung von Genehmigungen. Ein Nutzer könnte einer DApp eine Zulassung für Token geben und diese Zulassung später vergessen. Wenn die DApp später kompromittiert wird, kann sie diese Token verwenden, ohne den Nutzer zu fragen. OKX Web3 Wallet sollte es dem Nutzer ermöglichen, diese Zulassungen zu überprüfen und zu widerrufen. Ein regelmäßiger Audit dieser Zulassungen ist eine gute Praxis, besonders wenn ein Nutzer mehrere DApps nutzt.

Praktische Empfehlungen für sichere DApp-Interaktion

Ein Nutzer, der WalletConnect über die OKX Web3 Wallet nutzt, sollte einige grundlegende Praktiken beachten. Erstens sollte er nur QR-Codes scannen oder Links zu DApps verwenden, die er aus vertrauenswürdigen Quellen erhält. Phishing ist eine häufige Angriffstechnik. Ein Angreifer kann eine gefälschte Website erstellen, die einer legitimen DApp ähnelt, und über Social Media oder E-Mail um Verbindungen bitten. Der Unterschied zwischen einer echten Adresse und einer gefälschten ist oft minimal. Das Überprüfen des Domainnamens und das Überprüfen von vertrauenswürdigen Lesezeichen können helfen.

Zweitens sollte ein Nutzer vor jeder Genehmigung innehalten und überprüfen, was die DApp anfordert. Wenn eine DApp unbegrenzte Token-Zulassungen anfordert, kann ein Nutzer diese Anzahl reduzieren. Viele DApps bieten die Option, ein bestimmtes Limit festzulegen. Dies reduziert das Risiko, falls die DApp später kompromittiert wird. Ein Nutzer sollte auch vermeiden, Genehmigungen zu erteilen, die länger als notwendig gültig sind. Viele DApps erlauben es dem Nutzer, ein Verfallsdatum für eine Zulassung festzulegen.

Drittens sollte ein Nutzer die Transaktionsdetails vor der Genehmigung überprüfen. Die OKX Wallet zeigt die Empfängeradresse, den Betrag und die geschätzten Gasgebühren an. Wenn etwas verdächtig aussieht, sollte der Nutzer ablehnen. Eine Transaktion mit ungewöhnlich hohen Gasgebühren könnte auf einen Fehler hinweisen, oder eine unerwartete Empfängeradresse könnte darauf hindeuten, dass die DApp kompromittiert ist.

Viertens sollte ein Nutzer seine Seed Phrase sicher speichern. Die OKX Wallet speichert den privaten Schlüssel lokal auf dem Gerät, aber wenn das Gerät verloren geht oder gestohlen wird, ist die Seed Phrase der einzige Weg, um Zugriff auf die Gelder wiederherzustellen. Die Seed Phrase sollte offline, möglicherweise auf Papier, an einem sicheren Ort aufbewahrt werden. Sie sollte niemals in einer Cloud, in einer E-Mail oder auf einer Website gespeichert werden. Wenn eine Seed Phrase kompromittiert wird, kann ein Angreifer alle Gelder stehlen.

Fünftens sollte ein Nutzer regelmäßig seine Genehmigungen überprüfen. Die OKX Wallet sollte eine Option bieten, alle aktiven Zulassungen anzuzeigen und diese zu widerrufen, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Dies ist besonders wichtig, wenn ein Nutzer viele verschiedene DApps nutzt. Ein altes Protokoll, das der Nutzer nicht mehr verwendet, sollte nicht mehr berechtigung haben, auf seine Token zuzugreifen.

Häufig gestellte Fragen

Kann WalletConnect verhindern, dass meine privaten Schlüssel gestohlen werden?

WalletConnect schützt Ihre privaten Schlüssel davor, an Websites oder DApps übertragen zu werden. Ihre Schlüssel bleiben lokal auf Ihrem Gerät gespeichert und werden nie offengelegt. WalletConnect kann jedoch nicht verhindern, dass eine bösartige DApp versucht, Sie zu täuschen oder Ihr Gerät selbst kompromittiert wird. Der Schutz Ihrer Seed Phrase und die Verwendung eines sicheren Geräts sind zusätzliche notwendige Schritte.

Ist WalletConnect sicherer als das Eingeben meines privaten Schlüssels auf einer Website?

Ja, erheblich. Ein privater Schlüssel, der auf einer Website eingegeben wird, wird über das Internet übertragen und auf den Servern des Website-Betreibers gespeichert. Wenn dieser Server kompromittiert wird, können Ihre Gelder gestohlen werden. WalletConnect überträgt niemals Ihren privaten Schlüssel; es sendet nur digitale Signaturen, um Transaktionen zu genehmigen, die Sie explizit genehmigt haben.

Was sollte ich tun, wenn ich einer DApp eine unbegrenzte Token-Zulassung gegeben habe?

Sie sollten die Zulassung überprüfen und sie widerrufen oder auf einen angemessenen Betrag reduzieren. OKX Web3 Wallet sollte eine Option zum Verwalten von Genehmigungen bieten. Wenn Sie eine DApp nicht mehr verwenden, können Sie die Zulassung vollständig entfernen. Dies verringert das Risiko, falls die DApp später kompromittiert wird.

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